Die Schaufensterbeleuchtung ist ein entscheidender Faktor, um die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu gewinnen und den Umsatz zu steigern. In einem zunehmend wettbewerbsorientierten Einzelhandel kann ein gut beleuchtetes Schaufenster den Unterschied ausmachen. Das Ziel ist es, in wenigen Sekunden Blicke anzuziehen, Interesse zu wecken und die präsentierten Produkte hervorzuheben. Dafür reicht ein attraktives Design allein nicht aus – das Licht ist ein unverzichtbarer Verbündeter. Erfahren Sie hier, wie Sie es professionell einsetzen.
Um das Beste aus Ihrem Schaufenster herauszuholen, erklären wir Ihnen die wichtigsten technischen Kriterien und häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten – mit realen Projektbeispielen. Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Leitfaden zur Lichtplanung.

Schaufensterbeleuchtung | CATBAG
Schlüssel zur professionellen Schaufensterbeleuchtung
Ein gutes Schaufenster muss Kriterien wie Sichtbarkeit, Klarheit, Originalität und Differenzierung erfüllen. Dabei spielt das Licht eine zentrale Rolle. Diese Aspekte sollten Sie berücksichtigen:
1. Farbtemperatur
Die Farbtemperatur beeinflusst direkt die Wirkung eines Schaufensters. Für eine warme, einladende Atmosphäre empfiehlt sich warmweißes Licht (2700K–3000K). Für eine realistische Farbwiedergabe sind neutrale oder kalte Töne in Kombination mit einem hohen Farbwiedergabeindex ideal.
Idealerweise werden Spots mit unterschiedlichen Farbtemperaturen je nach ausgestelltem Produkt eingesetzt, um Kontraste und visuelle Dynamik zu schaffen.

Projekt: ELAN | Foto: Rafael Arvelo
2. Farbwiedergabeindex (CRI)
Ein CRI von ≥80 ist erforderlich, um Farben naturgetreu wiederzugeben. Im Einzelhandel ist es entscheidend, dass Produkte so wirken, wie sie tatsächlich aussehen.
3. Abstrahlwinkel
Der Abstrahlwinkel bestimmt, wie das Licht verteilt wird. Ein enger Winkel erzeugt konzentriertes Licht und markante Schatten, während ein breiter Winkel für weiches, gleichmäßiges Licht sorgt. Die Wahl hängt von Höhe und Position der Objekte ab.
4. Lichtintensität
Die Lichtmenge muss ausreichen, um sich gegen Tageslicht durchzusetzen. Für Außenschaufenster werden mindestens 2000 Lux empfohlen.
Dunkle Farben benötigen mehr Licht, helle Hintergründe erlauben eine geringere Leistung.
Häufige Fehler bei der Schaufensterbeleuchtung
- Feste Leuchten ohne Anpassungsmöglichkeiten verwenden.
- Blendung durch falsche Ausrichtung der Spots verursachen.
- Keine Berücksichtigung von Produktwechseln oder saisonalen Anpassungen.
Lösung: Lichtsteuerungssysteme und Leuchten mit verstellbarer Optik verwenden.

Projekt | LEON LUNETIER
Empfohlene Leuchten für verschiedene Schaufenstertypen
Stromschienenstrahler
Sie sind vielseitig, leicht ausrichtbar und flexibel umgestaltbar. Modelle wie Neso, Fuga oder Sigma von Faro Barcelona bieten Effizienz und verschiedene Optiken.
Einbaustrahler
Deep und Optic Colin ermöglichen eine diskrete Deckenintegration und effektive Beleuchtung ohne visuelle Ablenkung.

Einbaustrahler | Deep und Optic Colin
Orientierbare Einbaustrahler
Modelle wie Fox ermöglichen die Ausrichtung des Lichts je nach Produktplatzierung – ideal für dynamische Präsentationen.
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