
De la Villa Studio präsentiert die umfassende Sanierung einer privaten Wohnung mit 165 m² an der Calle Alberto Alcocer im Stadtteil Chamartín in Madrid. Das Projekt startete mit einer zu stark gegliederten Raumaufteilung – eher Büro als Wohnraum – mit einem dunklen und gebrochenen Flur, der Weite und natürliches Licht nahm.
Das Hauptziel war, Räume zu öffnen und eine große Gemeinschaftszone zu schaffen, unnötige Wege zu entfernen und das Höhenerlebnis der Decken zu betonen. Dafür entschied sich das Studio für eine klare architektonische Sprache, bei der die Beleuchtung die Wahrnehmung von Weite verstärkt, während Öffnungen in Naturstein die Hierarchie jedes Raumes markieren und edle Materialien wie Natureiche und Olivillo-Travertin als leitender Faden fungieren.

Eine vernetzte Gemeinschaftszone im Licht
Nach dem Durchschreiten des Eingangs offenbart der Wohnraum seine Essenz durch die visuelle Kontinuität der Materialien. Das Wohnzimmer und der Essbereich, nach Süden ausgerichtet, profitieren von einem großen, durchgehenden Fenster, das sie mit einer städtischen Terrasse verbindet. Die Absicht war stets, einen offenen, fließenden Raum zu schaffen, in dem architektonische und dekorative Elemente natürlich miteinander kommunizieren.

Im Essbereich verbindet ein aus Mikrozement entworfenes Tischstück des Studios fünf originale Stühle aus den 80er‑Jahren von Ruud Jan Kokke. An der Wand bringt ein großformatiges Kunstwerk einen Farbakzent ein. Um diese künstlerischen Objekte hervorzuheben – ein konstanter Teil des Projekts – wurden Deckenscheinwerfer von Faro Barcelona in weißer Ausführung installiert, die eine präzise Lichtführung ermöglichen, ohne die minimalistische Ästhetik des Raums zu stören.

In Fortsetzung verbindet das Wohnzimmer ein modularer, braunlederner Sofa von Studio Bañón mit Couchtischen aus Travertinmarmor und ägyptischem Onyx – Stücke, die den zeitlosen Charakter der Wohnung unterstreichen. In diesem Raum wurde die Beleuchtung mit den Einbau‑Fox‑Strahlern von Faro Barcelona umgesetzt – eine dezente architektonische Lösung, die punktuelles Licht bietet, ohne die Deckenhöhe oder die Betrachtung der Bilder von Antonia Ferrer zu beeinträchtigen.

Das Gleichgewicht von Materialien, Möbeln & Beleuchtung
Die Wahl natürlicher Materialien und sorgfältig ausgewählter Möbelstücke wie der BSB Rugs‑Teppich oder Werke aus der Alzueta Gallery verleiht dem Projekt einen eleganten, zeitgemäßen Charakter.

Ebenfalls zu sehen ist unsere Leuchte Neu, ein Einbau‑Deckenspot, der präzises, funktionales Licht liefert – konzipiert, um den Raum zu begleiten, ohne der Architektur Aufmerksamkeit zu entreißen. So integriert sich die Beleuchtung als Element des Projekts in Einklang mit maßgefertigter Tischlerei, Kunstauswahl und Designer‑Möbeln.
Licht als Architektur
Dieses Projekt zeigt, dass architektonische Beleuchtung im Wohnbereich kein nachträgliches Addendum ist, sondern ein wesentliches Gestaltungsmittel. Licht lenkt Wege, hebt Materialien hervor, begleitet Kunstwerke und definiert die Atmosphäre jedes Raumes. In Alberto Alcocer hat der Ansatz von De la Villa Studio es geschafft, eine Wohnung in ein anspruchsvolles, funktionales und nuanciertes Zuhause zu verwandeln.

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Credits
Studio: De la Villa Studio
Fotograf: Erlantz Biderbost
